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Dichtung   Wochenprognose für den Flach- und Tennengau       Sa, 24.10.26  
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Kontakt   Diese Woche tat und tut sich Einiges in der europäischen Wetterküche. Begonnen am letzten Wochenende mit   
Hintersee   den schweren Regenfällen im Osten Spaniens und den Balearen mit unvorstellbaren 600, 700 l/m² binnen 2   
    Tagen lokal bei Valencia, folgten zu Wochenbeginn Extremereignisse in Südfrankreich und schließlich     
WETTER   sintflutartiger Regen auf Korsika. Dort wurde in Solenzara im Osten der Insel mit unglaublichen 591 l/m²     
Niederschlag   innerhalb von 6 Stunden (!!!) ein neuer französischer Rekordregenfall gemessen. In 3 Stunden waren es dort 420   
Temperatur   l/m² und in 1 Stunde 196 l/m². Von den verheerenden Auswirkungen ganz zu schweigen, wenn sich auf einmal   
Prognosen   ein Wasserfall aus den Wolken ergießt. Dabei war die Wetterlage im Grunde für den Mittelmeerraum und die   
Gewitter   Jahreszeit nichts Untypisches, allerdings bergen Dank des zusätzlichen Energieeintrages in die Meere durch die   
Winter   anthropogene Klimaerwärmung auch bisher unauffällige Wetterlagen ein zunehmendes Gefahrenpotential in   
Buch   sich. Da werden wir in Zukunft leider noch viel mehr zum Staunen bekommen.         
Rekorde                        
Historisch   Weiter im Norden wirbeln dagegen Orkantiefs, die den Alpenraum nur am Rande tangieren. Bei uns gab es dafür   
    von Mittwoch auf Donnerstag den ersten leichten Wintergruß auf den Bergen mit Schnee bis etwa 1200 m herab.   
    Im Tal wurde es dann Freitagfrüh mit Reif weiß.             
                         
    Die neue Vorhersagewoche bringt die allmähliche Abkehr vom atlantischen Westwetter mit einem trüben   
    Sonntag sowie wechselhaften Samstag und Mittwoch. Die anderen Tage ist ruhiges Herbstwetter mit einem   
    Sonne-Nebel-Ratespiel angesagt. Es bleibt relativ mild.            
                         
    Der Samstag beginnt im Alpenraum mit der abziehenden Kaltfront von Orkantief Luise, das bei Dänemark   
    liegend bald das Zeitliche segnen wird. Zuvor hat es am Freitag im Umfeld der südlichen Nordsee zwischen   
    England, Nordfrankreich, den Benelux sowie den Nordwesten Deutschlands ordentlich umgerührt. Ein     
    Durchrauschen des Tiefs nach osten verhindert allerdings der weiterhin Bestand habende Hochdruckblock im   
    Osten Europas. An diesem beißt sich der auflebende Atlantik die Zähne aus und die aktuelle Westlage kommt   
    alsbald wieder zum Erliegen. Davor nimmt Orkan Manja noch Kurs auf den Nordwesten der Britischen Inseln. Als   
    Tochter des ehemaligen Subtropensturms Josephine hat es sich über dem Nordatlantik etabliert und verstärkt,   
    sodass es in der kommenden, um 1 Stunde längeren Nacht, seinen Höhepunkt bei Schottland mit einem   
    Kerndruck von etwa 945, 950 hPa erreichen wird. Wie Letztens auf Island, könnte das für Großbritannien ein   
    neuer barokliner Negativrekord werden. Das Windfeld Manjas dehnt sich dabei von Samstag auf Sonntag im   
    Nordseeraum aus und wird die höchsten Böen im Vergleich zu Luise über der offenen See pfeifen lassen. An   
    seiner Vorderseite spannt sich am Sonntag über dem Alpenraum der Warmsektor auf, ehe uns morgen     
    Nachmittag die Kaltfront in abgeschwächter Form queren wird. Orkantief Manja zieht derweil nordostwärts zum   
    europäischen Nordmeer. Am Montag setzt sich von Westen her ein Hochkeil durch, der von einem neuen Tief   
    bei den Britischen Inseln gestützt wird. Dessen Warmfront tangiert uns schwach in der Nacht zu Dienstag. Dabei   
    dreht die Strömung auf Südwest und an der Vorderseite des Tiefs gelangen am Dienstag sehr milde Luftmassen   
    in den Alpenraum. Die folgende Kaltfront kommt am Mittwoch fast verhungert daher und schon am Donnerstag   
    baut sich von Südwesteuropa abermals Hochdruck auf. Das sich abspaltende neue Hoch wandert an den   
    Folgetagen über Westeuropa nordostwärts nach Skandinavien.          
                         
    Heute, Samstag, ist es nach den abgeklungenen Regenschauern stark bewölkt bis bewölkt. Die Sonne kann sich   
    maximal kurz zwischendurch zeigen. Ein vereinzelter schwacher Regenschauer ist tagsüber auch nicht     
    ausgeschlossen, meist ist es jedoch trocken. Zum Abend hin lockern die Wolken vorübergehend etwas mehr auf,   
    ehe sich über Nacht die Wolkendecke wieder schließt. Die Höchstwerte kommen heute auf 7 bis 12 Grad.  
                         
    Morgen, Sonntag, geht es wolkenverhangen in den Tag und es regnet mit einer Warmfront leicht bis mäßig.   
    Auflockern wird es kaum, am ehesten über die Mittagsstunden, wobei die Sonne keinen stich machen wird. Am   
    Nachmittag frischt mit der eintreffenden Kaltfront der Westwind lebhaft bis stark auf und es regnet. Der Regen   
    hält bis zur zweiten Nachthälfte an, Schnee fällt in der Nacht zu Montag bis rund 1200 m herab. Die     
    Tageshöchstwerte kommen auf 8 bis 13 Grad.            
                         
    Am Nationalfeiertag halten sich Anfangs Restwolken und Hochnebelfelder, welche im Lauf des Vormittags der   
    Sonne Platz machen. Später ziehen dann ein paar Schleierwolken über den Himmel. Der Westwind flaut ab. Die   
    Maxima kommen auf 10 bis 15 Grad. In der Nacht zu Dienstag wandern dichte Wolkenfelder über das Land, aus   
    denen es zeitweise leicht regnen kann.              
                         
    Am Dienstag lockern morgendliche Restwolken bald auf und tagsüber scheint von einem meist heiteren Himmel   
    die Sonne. Dazu wird es mit 14 bis 19 Grad sehr mild.            
                         
    Der Mittwoch bringt wechselnd bewölktes Wetter mit ein paar schwachen Regenschauern. Die meiste Zeit ist es   
    trocken, wenn sich auch die Sonne kaum durchsetzen kann. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen 9   
    und 14 Grad.                  
                         
    Der Donnerstag startet mit hochnebelartiger Bewölkung, deren Auflösung Teilweise zäh sein kann, Die Sonne   
    sollte spätestens zu Mittag überall hervorkommen. Die Maxima erreichen 11 bis 16 Grad.      
                         
    Für Freitag sieht es aus heutiger Sicht nach ruhigen Herbstwetter aus, wobei sich vor allem über dem nördlichen   
    Flachgau und im Lammertal Hochnebel mitunter zäh halten kann. Abseits des Nebels wird es sonnig mit 12 bis   
    17 Grad. Hier besteht noch insofern die Unsicherheit, dass manch Modellrechnungen am Freitag den     
    rückseitigen Einfluss eines Osteuropatroges mit Schauern sehen.          
                         
                         
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
                         
                         
                         
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